Geyerlei Gereimtes

Lyrik und Prosatexte von Steffen Geyer, die entstehen, wenn ihn die Welt überfordert, ihm Wundervolles geschieht oder ein Gedanke seinen Kopf nicht ohne Hilfe verlassen will.

Weiße Tafeln mit Begriffen zu Recht, Freiheit und Wandel hinter parkenden Autos, in Schwarzweiß. Beim Amt

Bürokratischer Striptease: Zwischen Formularen und Floskeln wird der Mensch zum Aktenzeichen – und hofft, dass der Computer Ja sagt.

Ein Regenbogen zieht sich neben grünen Baumkronen über einen wolkigen Himmel. Ein Esel, ein Hund, eine Katze, ein Hahn... und ich

Mutiger Befreiungsschrei im freien Fall – zwischen Verzweiflung, Hoffnung und bittersüßem Märchenglauben. Schmerzhaft ehrlich. Poetisch trotzig.

Eine tote Ratte liegt auf Kopfsteinpflaster; an ihrem Körper sitzen Wespen. Deutschland *tiefesseufzen*

Bitterböses Gedicht über Doppelmoral, Angstpolitik und das Schweigen der Mehrheit. Schneidend klar, resigniert und wütend zugleich.

Gelbe Schablonen mit ausgeschnittenen Ziffern liegen auf rauem Boden. Das wird man doch wohl noch fragen dürfen

Fragefeuerwerk aus Alltagsfloskeln, das spielerisch die Sinnsuche im Sprachrausch hinterfragt. Irritierend leicht, verblüffend tief.

Raureif überzieht gebogene Zweige und Gräser in einer Schwarzweißaufnahme. TW: Depressionen

Ein Text über die Ohnmacht im Umgang mit psychischem Leid. Zwischen Hilflosigkeit, Vermeidung und der Angst, sich selbst darin zu erkennen.

Ein offenes Holzgerüst mit einer Sitzbank steht vor einem Maisfeld. Heile Welt (I)

Mit Sense und Schuld bewaffnet, zerstört ein Riese Natur, um Platz für ein Fest voller Musik, Liebe und Hoffnung zu schaffen – bittersüßer Neubeginn.

Schwarzweißaufnahme mehrerer dicht nebeneinander liegender und lehnender Saiteninstrumente. Answer my plea

A rhythmic call for unity, justice, and change. A protest song weaving hope, defiance, and the belief in a brighter, freer, greener tomorrow.

Ein Taschenbuch mit einem Frauenporträt liegt auf einem grau gesprenkelten Sitz. Julia

Ein stiller Liebesbrief über den Wunsch, die Angesprochene in ihrem reinen Sein zu erleben, ihr beizustehen im Lärm der Welt, wo niemand ihr Gähnen sieht.

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