Geyerlei Gereimtes

Lyrik und Prosatexte von Steffen Geyer, die entstehen, wenn ihn die Welt überfordert, ihm Wundervolles geschieht oder ein Gedanke seinen Kopf nicht ohne Hilfe verlassen will.

Ein gemaltes Frauengesicht mit blauen Augen in einem goldenen Rahmen an einer grauen Wand. 40 Tage

Eine fiebrige Liebesmetapher, in der das Herz sich sehnt nach der schönsten Krankheit. Die Liebe als Virus, süchtig machend und unheilbar schön.

Eine regennasse Landstraße führt an einem Ortsausgangsschild mit durchgestrichenem „Mützingen“ vorbei. Dorf-phi-li-o-soph

Humorvolle Reise durch Landlust und Landlebenfrust – vom romantisierten Ausstieg zum ernüchterten Realitätscheck mit Reim und Rhythmus.

Eine Person blickt zu großen schillernden Seifenblasen über ihrem Kopf. Einsam Erwachen

Zwischen Traum und Tag liegt schmerzhaftes Sehnen. Erwachen voll Leere, durchzogen von Hoffnung, Vermissen und Fragen nach Wirklichkeit.

Ein braunes, weiß gemustertes Schneckenhaus zwischen grünen Blättern. Partydepression

Im Monolog zwischen Sehnsucht und Selbstzweifel offenbart sich ein fragiler Liebender, zerrissen zwischen Einsamkeit und der Bitte um Erlösung durch Nähe.

Nahaufnahme einer Hanfblüte mit hellen Harzdrüsen und feinen Blütenfäden. Hanf, Hanf, Hurra!?!

Zwischen ungläubiger Freude und vorsichtiger Skepsis liegt der Moment, in dem gesellschaftlicher Wandel plötzlich greifbar scheint.

Blick durch einen U-Bahnwagen mit gelben Haltestangen und wenigen Fahrgästen. U-Bahn-Wut

Ein Gedicht, das angestaute Wut im öffentlichen Nahverkehr kanalisiert. Geschrieben wie die Pandemie – düster, provokant und bitter ironisch.

Eine weißgesichtige Pandafigur mit schwarz-rotem Körper steht hinter einem Metallzaun auf dem Rasen. Haiku

Ein Haiku über Haikus. Haikuception.

Rote und grüne Blätter hängen nass von Regentropfen an einem Zweig. Herbstwind

Herbstliches Gedicht voll Sehnsucht und Zuversicht: Zwischen fallenden Blättern und kaltem Wind wächst Hoffnung auf Nähe und gemeinsame Zukunft.

Im ganzen Haus stöbern